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Schiedsrichter in Deutschland (Quelle. www.wikipedia.de)

In Deutschland gibt es rund 71.500 Schiedsrichter (Stand: 1. Januar 2015)[1][2]. Bei etwa 100.000 Spielen pro Wochenende in Deutschland reicht diese Zahl jedoch nicht aus, weshalb viele Schiedsrichter mehrere Spiele pro Woche leiten oder z. B. die untersten Klassen von Jugend- oder nicht aufstiegsberechtigten Seniorenmannschaften nicht mit offiziellen Schiedsrichtern angesetzt werden können. Die Zahl der Schiedsrichter ist damit in den letzten fünf Jahren um etwa zehn Prozent geschrumpft.[3]

Die Vereine müssen, je nach Anzahl ihrer Mannschaften und teilweise auch abhängig von deren Spielklasse, eine Mindestanzahl von Schiedsrichtern stellen. Stellen sie zu wenige ab, sind Strafgelder zu zahlen. Daneben gibt es weitere Strafen, die abhängig von der Differenz zum Soll und der Dauer der Unterschreitung des Solls sind, wie etwa Punktabzüge, Zwangsabstieg oder das Verbot der Ausrichtung von Turnieren. Welche Strafen genutzt werden, ist in den Mitgliedsverbänden des DFB unterschiedlich geregelt. Als Schiedsrichter wird nur anerkannt, wer eine bestimmte Zahl an Spielen pro Saison leitet und weitere Anforderungen erfüllt, wozu besonders der jährliche Leistungstest und eine Mindestteilnahmezahl an Pflichtsitzungen bzw. Schulungen gehört, wobei auch dies in den Mitgliedsverbänden des DFB differiert.

Das Schiedsrichteramt ist ein Ehrenamt. In Deutschland gibt es offiziell keine professionellen Schiedsrichter. Allerdings erhält man für seine Spielleitungen so genannte Spesen (faktisch ein Entgelt), die je nach Landesverband und Spielklasse variieren, der geringste Satz wird für Jugendspiele gezahlt, während bei Erwachsenen im unteren Amateurbereich etwa 20 Euro gezahlt werden. Bei Oberligaspielen werden an Schiedsrichter etwa 50 Euro, an die Assistenten etwa 25 Euro ausgezahlt (abhängig vom jeweiligen Landesverband). Über dieses Niveau kommen über 99 % der Schiedsrichter (ebenso wie über 99 % der Spieler) nicht hinaus. Zusätzlich wird noch eine - wiederum vom jeweiligen Landesverband festgelegte - Aufwandsentschädigung für die Reisekosten gezahlt, die teilweise pauschaliert ist oder sich nach den tatsächlichen Kosten für öffentliche Verkehrsmittel bzw. den gefahrenen Kilometern bei einem festen Kilometersatz richtet. Die Beträge sind, soweit sie 720 Euro im Jahr übersteigen, nach § 3 Nr. 26a des Einkommensteuergesetzes zu versteuern, wobei ein vorheriger Abzug von werbungskosten zulässig ist.[4]

Ein Schiedsrichter in der Bundesliga erhält seit der Saison 2012/2013 abhängig von seiner „Zulassung“ (FIFA-SR, Bundesliga-SR etc.) und teilweise auch der Dauer der Zugehörigkeit zu einer Spielklasse eine „Grundsicherung“ von bis zu 40.000 Euro im Jahr. Zusätzlich erhält er pro Spiel: [5]

  • in der 1. Bundesliga 3800 Euro
  • in der 2. Bundesliga 2000 Euro

Ein Assistent erhält neben der Grundsicherung von bis zu 15.000 Euro jährlich je die Hälfte des spielbezogenen Betrages eines Schiedsrichters, der vierte Offizielle ein Viertel des Betrages, aber keine Grundsicherung.

In der 3. Liga gibt es keine Grundsicherung und 750 Euro pro Spiel für den Schiedsrichter, Assistenten erhalten die Hälfte, vierte Offizielle sind hier nicht vorgesehen.

Für einen Schiedsrichter der Bundesliga kommt es dabei aber zu einem sehr hohen Aufwand: Für ein Spiel an einem Samstag muss er freitags anreisen und kommt erst spätabends am Samstag oder sogar erst sonntags zurück. Die Fahrtkosten, sowie Hotel- und die Verpflegungskosten werden vom DFB erstattet. Zum Zeitaufwand der Schiedsrichter kommen mehrere mehrtägige Lehrgänge des DFB und seines Verbandes pro Monat. Zudem bekommt er einen täglichen Trainingsplan, der auch überprüft wird.

Die körperliche Fitness von Fußballschiedsrichtern wird für gewöhnlich regelmäßig geprüft. In den oberen Leistungsklassen, abhängig von den Regularien der jeweiligen Landesverbände ab der Bezirksliga, geschieht dies in der Regel mit dem Helsen-Test, auch FIFA-Fitness-Test genannt. Der Helsen-Test, abgeleitet vom UEFA-Fitnessexperten Werner Helsen, ist seit 2007 von der FIFA für die nationalen Verbände vorgeschrieben und trat bzw. tritt schrittweise auch in den Klassen bis hinunter zur Bezirksliga an die Stelle des früheren Cooper-Tests. Die Altersgrenze liegt für Bundesliga-Schiedsrichter bei 47 Jahren. In den Leistungsklassen unterhalb der Bezirksliga gibt es verbandsabhängig unterschiedliche Anforderungen an die Fitness der Schiedsrichter, deren Anforderungen aber geringer sind als die des Helsen- oder Cooper-Tests.

Ab der 3. Liga sowie der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals wird ein Schiedsrichter in jedem Spiel beobachtet und benotet. Auf Grund des Schiedsrichter-Skandals 2005 wird dies in Zukunft auch in der ersten Pokal-Hauptrunde der Fall sein. Zur Qualitätssicherung und -weiterentwicklung werden alle Schiedsrichter, denen Aufstiegschancen zugestanden werden, regelmäßig mehrfach pro Saison beobachtet, während bei den übrigen Schiedsrichtern Beobachtungen Ausnahmefälle sind. Des Weiteren werden Schiedsrichter in den jeweiligen Leistungsklassen der Verbände beobachtet. In der Praxis ist davon auszugehen, dass ein Schiedsrichter, der mit 25 Jahren noch keine Spiele in der Regionalliga pfeift, keine realistische Chance mehr zum Sprung in den Spitzenbereich hat.

Das DFB-Abzeichen darf nur von Schiedsrichtern getragen werden, die auf der DFB-Schiedsrichter-Liste stehen. Scheidet ein Schiedsrichter von der DFB-Liste aus, so darf er dieses Abzeichen auch nicht mehr tragen.

 

Einzelnachweise

1. http://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/51926-SR2015.pdf

2. http://www.dfb.de/sportliche-strukturen/schiedsrichter/schiedsrichter-statistik/

3. SR-Statistik des DFB auf dessen Website, online nicht mehr abrufbar

4. EStG §3 (gesichtet am 21. Mai 2014)

5. Vorteile als Schiedsrichter (abgerufen am 12. September 2014)

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